Schattner deutscher Triathlonmeister

Geschrieben von Philipp Frik am . Veröffentlicht in News

Roßdeutscher und Schattner vertraten in Bad Schönborn die Farben der TSG

Parallel zu zum Ironman 70.3 fanden am 11.6. im Kraichgau die deutschen Altersklassen-Meisterschaften über die olympische Distanz statt. Mit dabei waren Stefan Roßdeutscher und Marcus Schattner in der AK 50-54 und wie angekündigt kam es zu einer gnadenlosen Hitzeschlacht. Start der DM war erst um 14.00 Uhr und bis dahin hatte sich der Hardtsee schon so aufgeheizt, dass ein Neoprenverbot ausgesprochen werden musste. Während Stefan lieber nicht auf die Auftriebshilfe verzichtet hätte, nahm Schattner das Urteil gelassen hin, zumal ein Gerangel und Geprügel im Wasser nicht zu erwarten war. Der Veranstalter hatte nämlich einen „Rolling Start“ ausgeschrieben, bei dem alle 6 Sekunden 3 Athleten auf die Schwimmstrecke geschickt wurden. Meist auf sich alleine gestellt und ohne die Möglichkeit während der gut 1500m den Wasserschatten eines Vordermanns zu nutzen, kam Schattner schon nach 21:40 den aus dem Wasser. Auch Roßdeutscher erwischte einen guten Auftakt und erreichte mit 24:23 die drittschnellste Zeit in seiner AK. Auf dem Rad ging es zunächst in den Ort Schönborn hinein, damit war aber schon der flache Teil der Strecke vorbei. Bergaufpassagen mit teilweise giftigen Anstiegen wechselten sich mit rasanten Abfahrten ab, bei denen man immer voll konzentriert sein musste, denn schließlich überraschte die Strecke immer wieder mit scharfen Richtungsänderungen. Beide TSG Athleten verhielten sich taktisch klug und investierten nicht allzu viel auf der Radstrecke, ließen aber mit 1:13:45 und 1:19:37 nichts anbrennen. Das abschließende Laufen wurde dann zum erwarteten Showdown. Temperaturen von mittlerweile 34°C und eine gnadenlose Sonne, ließen die 10km sehr lang erscheinen. Der wellige und sehr verwinkelte Kurs bot kaum Schatten, aber der Veranstalter versuchte mit gut platzierten Erfrischungsständen und eingerichteten Stimmungsnestern es den Läufern so angenehm wie möglich zu machen. Auch die Anwohner halfen mit Gartenschläuchen die Athleten vor Überhitzung zu schützen, aber an Topzeiten war hier natürlich nicht mehr zu denken. Dennoch mussten unsere TSGler alles geben, denn in der AK 50-54 ist die Leistungsdichte sehr hoch und wegen des Rolling Starts, konnte man sich seiner Platzierung nie sicher sein. In der Endabrechnung erlangte Stefan Roßdeutscher dann Platz 14, mit nur 5 Sekunden Abstand zum 13. Marcus Schattner erwischte es da glücklicher: Mit nur 4 Sekunden Vorsprung sicherte er sich den deutschen Meistertitel vor Gerhard Winkler vom heimischen TSG Wiesloch.

dm schoenborn