Sportliche Fairness überrollt

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in News

[caption id="attachment_4046" align="aligncenter" width="403"]Marcus Schwing Marcus Schwing[/caption]

Am 01. September startete Marcus Schwing beim IM 70.3 in Zell am See. Bei 16 Grad Lufttemperaturund Dauerregen begaben sich 1800 Athleten aus 52 Ländern in den Zeller See, um die 1,9 km Schwimmen zu bewältigen. Marcus Schwing reihte sich falsch ein, musste nach dem Start viele Athleten überholen und verlor dadurch sehr viel Zeit. Nach 34 Minuten entstieg er dem Zeller See und begab sich in die sehr lange Wechselzone. Auf dem Rad machte er mächtig Dampf und überholte immer wiedergroße Pulks, die sich aufgrund wasserscheuer Wettkampfrichter auf der Radstrecke bildeten. Aber auch die Profis machten von diesem Vorteil gebrauch. Nach einem Wendepunkt kamen diese den Altersklassenathleten entgegen. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht folgten sie im Abstand von 2-3 Metern dem Führenden, Michael Göhner. Hier zeigten die Profis, dass sie, zumindest an diesem Tag,  keine Vorbilder mehr sind. Aber auch Marcus Schwing durfte als Zugmaschine herhalten.In Thumersbach bemerkte er zufällig, dass er ca. 15 Athleten im Schlepptau hatte. Im Anstieg nach Kaprun machte er einen Wettkampfrichter darauf aufmeksam, der dies aber mit einem Lächeln ignorierte und weiterfuhr. Nach 90 Km und einer Durchschnittgeschwindigkeit von 38 km/h stellte Marcus seine Zeitfahrmaschine in der Wechselzone ab und machte sich auf die 21km lange Laufstrecke, die entlang am Zeller See führte, gespickt mit einigen giftigen Anstiegen in Zell am See. Jetzt mussten viele Athleten den widrigen Wetterverhältnissen triput zollen und immer wieder mit Krämpfen Gehpausen einlegen. Marcus Schwing lief konstant sein Tempo und konnte grinsend einige "Pulkfahrer" von der Radstrecke überholen. Nach 4h 44 min überquerte er die Ziellinie, was unter den 1800 Startern den 183. Platz bedeutete.